Westlich von St. Lorenzen bei Scheifling liegt die Schlossruine Schrattenberg.
Der ursprünglich einfache Wehrbau am Nordwesthang des Kreuzeckes dürfte in der ersten Hälfte des 12. Jhdts. als Wehrbau erbaut worden sein und wurde wurde 1144 erstmals genannt. Bis in das 17. Jhdt. saßen dort ritterliche Dienstmannen.
Im 17. Jh. befand sich Schrattenberg im Besitz der protestantischen Familie Jöbstl und wurde von dieser an Carl Jocher verkauft.
Zwischen 1680 und 1685 wurde von den Freiherren von Prandegg das prächtige Schloss Schrattenberg erbaut. Damals zählte es zu den schönsten Adelssitzen der Obersteiermark.
In einem langgestreckten, regelmäßigen Viereck umschloss der Bau einen schönen Arkadenhof.
Der Bau hatte vier Ecktürme und einen etwas höheren Mittelturm. Um das Schloß zog sich eine hohe Wehrmauer, an deren Ecken sich mächtige Vierecktürme befanden.
Vom 3. bis zum 7. April 1797 hatte Napoleon auf Schloss Schrattenberg sein Hauptquartier aufgeschlagen und 300 Mann untergebracht.
Nach dem ersten Weltkrieg war das prächtige Barockschloss Schrattenberg als Genesungsheim für verwundete Soldaten eingerichtet und diente etwa 500 Mann als Unterkunft. Am 26. August des Jahres 1915 brach ein Brand aus, der rasch um sich griff und einen Großteil der Bauwerkes sowie nahezu alle Kunstschätze einäscherte.
Das Schloss, das heute im Besitz der Familie Schwarzenberg ist, verfällt seither.
St. Lorenzen bei Scheifling
Hotel Pupik
Seit einigen Jahren werden die Räumlichkeiten des ehemaligen Verwalterhauses der Schwarzenberg’schen Meierei von der Künstlervereinigung "Hotel Pupik", Heimo Wallner, genutzt. Dadurch wurden Gebäudeteile erhalten bzw. renoviert.
Jährlich finden dort von März bis November internationale Künstlerbegegnungen statt.
